Ein Beitrag von Werner Hoffmann – Wir brauchen ein funktionierendes Klima auf der Erde. Immer wieder wird von Vertretern der fossilen Lobby behauptet, die heutige Erderwärmung sei nichts Besonderes. Als vermeintlicher Beleg wird häufig die sogenannte Kleine Eiszeit angeführt. Doch wer sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen beschäftigt, erkennt schnell: Dieses Argument hält einer Überprüfung nicht stand. Die Kleine Eiszeit war eine kühlere Klimaperiode, die etwa vom 14. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte. Besonders Europa, Nordamerika und Teile Asiens waren betroffen. Strenge Winter, vorrückende Gletscher und Missernten prägten diese Zeit. Allerdings war die Abkühlung nicht überall auf der Erde gleich stark oder gleichzeitig zu beobachten. Entscheidend ist jedoch die Frage: Was verursachte die Kleine Eiszeit? Die heutige Klimaforschung kommt zu einem klaren Ergebnis. Mehrere Faktoren wirkten zusammen. Besonders starke Vulkanausbrüche schleuderten große Mengen Schwefeldioxid in die Stratosphäre. Dort entstanden Aerosole, die einen Teil der Sonnenstrahlung zurück ins Weltall reflektierten. Dadurch kühlte sich die Erdoberfläche über Jahre hinweg ab. Hinzu kam eine Phase geringer Sonnenaktivität, insbesondere das sogenannte Maunder-Minimum zwischen etwa 1645 und 1715. Die Sonne strahlte in dieser Zeit etwas weniger Energie ab und verstärkte die bereits eingetretene Abkühlung. Veränderungen der Meeresströmungen sowie Rückkopplungseffekte durch Schnee und Eis trugen zusätzlich dazu bei. Die überwiegende Mehrheit der Klimaforschenden ist sich deshalb einig: Vulkanausbrüche waren der wichtigste Auslöser der Kleinen Eiszeit, während die geringere Sonnenaktivität die Entwicklung zusätzlich verstärkte. Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zur heutigen Situation. Der aktuelle Klimawandel wird nicht durch Vulkane verursacht – im Gegenteil: Große Vulkanausbrüche wirken kurzfristig sogar eher kühlend. Die heutige Erwärmung wird vor allem durch den rasanten Anstieg von Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan verursacht, die durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas sowie andere menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre gelangen. Wer also die Kleine Eiszeit als Beweis gegen den menschengemachten Klimawandel anführt, vermischt zwei völlig unterschiedliche Ursachen. Natürliche Klimaschwankungen hat es in der Erdgeschichte immer gegeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass der heutige Klimawandel ebenfalls natürlichen Ursprungs ist. Wissenschaftliche Messungen, physikalische Zusammenhänge und zahlreiche unabhängige Studien zeigen eindeutig, dass der Mensch heute der dominierende Treiber der globalen Erwärmung ist. Bildung hilft. Wissenschaft statt Mythen. Fakten statt Desinformation. #KleineEiszeit #Klimawandel #Klimakrise #BildungHilft #Wissenschaft Hinweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden teilweise mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und dienen der Illustration des Themas. Beitragsnavigation Betet jetzt sogar die CDU um ein Wunder? Deutliche Kritik aus den eigenen Reihen Ceuta ist nicht Spanien! Wie Rechtspopulisten und Rechtsextreme mit falschen Bildern Angst vor Flüchtlingen schüren