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Werner Hoffmann.

Werner Hoffmann – Rentenberater (RDG)

Während viele Bürger davon ausgehen, dass Deutschland bei der Altersvorsorge zu den führenden Ländern Europas gehört, zeigt ein genauer Blick ein völlig anderes Bild. Wer die Rentensysteme der europäischen Staaten miteinander vergleicht, erkennt schnell: Deutschland gehört in vielen Bereichen inzwischen zu den Nachzüglern.

Als Rentenberater (RDG) habe ich in den vergangenen Jahren die Rentensysteme aller EU-Staaten sowie weiterer europäischer Länder analysiert. Dabei wurden insbesondere die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Altersversorgung, die Pflichtversicherung von Selbstständigen sowie die Einbeziehung von Beamten und Freiberuflern untersucht.

Das Ergebnis ist ernüchternd.

In vielen europäischen Ländern sind Selbstständige verpflichtend in die staatliche Altersversorgung eingebunden. Häufig zahlen auch Beamte, Politiker und Freiberufler in gemeinsame Versorgungssysteme ein. Dadurch verteilt sich die Finanzierung der Altersvorsorge auf deutlich mehr Schultern als in Deutschland.

Hinzu kommt, dass Arbeitgeber in zahlreichen europäischen Ländern wesentlich stärker an der Altersvorsorge ihrer Beschäftigten beteiligt werden. Während Arbeitnehmer in Deutschland einen erheblichen Teil der Last selbst tragen müssen, übernehmen Arbeitgeber in anderen Staaten oftmals deutlich höhere Beiträge.

Auch bei der betrieblichen Altersversorgung zeigt sich ein ähnliches Bild. In vielen Ländern existieren verpflichtende oder nahezu flächendeckende Systeme mit hohen Arbeitgeberanteilen. Deutschland dagegen setzt weiterhin stark auf freiwillige Modelle, wodurch Millionen Beschäftigte nur unzureichend abgesichert sind.

Deutschland bildet damit in vielen Bereichen das Schlusslicht. Die Zeche bezahlen am Ende die Arbeitnehmer und die Rentner.

Und dies wird durch CDU, CSU, FDP und AfD sicherlich nicht besser.

Besonders kritisch ist, dass derzeit erneut Reformvorschläge diskutiert werden, die die Lasten vor allem auf Arbeitnehmer und Rentner verlagern könnten. Gleichzeitig werden grundlegende Strukturreformen, wie die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in ein gemeinsames Rentensystem, weiterhin nicht konsequent verfolgt.

Besonders listig ist die Aussage von Friedrich Merz, dass die bestehenden Renten nicht abgesenkt werden. Durch die Umstellung bei Rentenanpassungen von Lohn- auf Inflationssteigrtung werden Renten Anpassungen aus der zeitige Sicht, mindestens halbiert oder sogar noch weniger als halbiert.

Besonders deutlich macht das das folgende Video:

Wer die europäischen Nachbarn betrachtet, erkennt schnell: Es gibt zahlreiche funktionierende Alternativen. Deutschland könnte von diesen Modellen lernen. Stattdessen droht die Gefahr, dass die finanzielle Belastung der Beschäftigten weiter steigt und Rentner künftig mit noch größeren Einschränkungen rechnen müssen.

Ich habe auf meinen Seiten bereits mehrfach darauf hingewiesen, welche Pläne derzeit von Bundesregierung, Sachverständigenrat und verschiedenen politischen Akteuren diskutiert werden. Weitere Analysen und Hintergründe gibt es auf:

https://Rentenberater.blog

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